OCN2 Rund um Spitzbergen
WICHTIGER HINWEIS:
Die hier beschriebenen Tagesprogramme dienen nur zu Ihrer groben Orientierung.
Das Reiseprogramm kann durch den Einfluß lokaler Eis- und Wetterverhältnisse beträchtlich variieren, aber auch, um auf aktuelle Gegebenheiten bezüglich Tierbeobachtung reagieren zu können. Flexibilität ist von größter Bedeutung auf unseren Schiffsreisen mit Expeditionscharakter.
Die Erfahrungen und Aufzeichnungen aus den Jahren 1992 bis 2009 haben gezeigt, dass die Chancen, Spitzbergen umrunden zu können in der ersten Julihälfte bei 20%, in der 2. Julihälfte bei 55%, bei 90% in der ersten Hälfte August und bei 95% in der 2. Augusthälfte lagen.
Reiseverlauf:
1. Tag:
Individuelle Anreise via Oslo nach Longyearbyen, dem Verwaltungszentrum Spitzbergens auf der größten Insel des Archipels, West-Spitzbergen. Vor dem Einschiffen besteht die Möglichkeit, noch ein bisschen durch die Siedlung zu streifen. Die Pfarrkirche und das Svalbard-Museum mit interessanten Ausstellungen zu Bergbauindustrie und Polargeschichte sind ebenfalls einen Besuch wert. Um Longyearbyen sind 100 verschiedene Pflanzenarten nachgewiesen worden. Am frühen Abend lichten wir den Anker und fahren durch den Isfjorden.
2. Tag:
Auf der Fahrt nach Norden entlang der Westküste Spitzbergens kommen wir morgens im Krossfjorden an. Von hier aus brechen wir zu einer Zodiac-Rundfahrt entlang des spektakulären 14.-Juli-Gletschers auf. An den erstaunlich fruchtbaren Hängen nahe dem Gletscher blüht eine Vielzahl an Pflanzen. Hoch an den Felsen nisten Dreizehenmöwen und Dickschnabellummen in großer Zahl. Es bestehen gute Chancen, den opportunistisch lebenden Polarfuchs zu sehen; er streicht oft am Fuß der Vogelkolonien entlang in der Hoffnung, einen hilflosen Jungvogel zu erwischen, der aus seinem Nest gefallen ist. Im landschaftlich schönen Fjord halten sich gewöhnlich einige Bartrobben auf. Am Nachmittag führt uns die Reise nach Ny Ålesund, die nördlichste, permanent bewohnte Ortschaft der Erde. In der einstigen Bergbausiedlung fuhr früher die nördlichste Eisenbahn der Erde - die Lokomotive und einige Wagen dieser Kohlebahn kann man noch immer dort bewundern. Ny Ålesund hat sich inzwischen in eine moderne Forschungsstation verwandelt. In unmittelbarer Nähe der Häuser finden sich Brutplätze von Weißwangen- und Kurzschnabelgänsen sowie von Küstenseeschwalben. Geschichtlich interessierte Besucher werden sicher auch gerne zum alten Ankermast spazieren wollen, an dem Amundsen und Nobile (mit der Norge, 1926) und Nobile (mit der Italia, 1928) ihre Luftschiffe auf dem Weg zum Nordpol festmachten.
3. Tag:Liefdefjorden/Monaco Glacier
Am Eingang des Liefdefjorden unternehmen wir eine Tundrawanderung auf der Insel Andøya. Viele Eiderenten und Kurzschnabelgänse nisten hier; und auch die seltenere Prachteiderente lässt sich hin und wieder blicken. Am Ende des Liefdefjordes kreuzen wir entlang der beeindruckenden Abbruchkante des Monacogletschers. Dreizehenmöwen zu Tausenden fischen hier und vor oder sogar auf der mächtigen Geltscherkante hat man gelegentlich auch Eisbären angetroffen.
4. Tag: Phippsøya
Heute werden wir den nördlichsten Punkt unserer Reise erreichen: die Phippsøya in den Siebeninseln, nördlich von Nordaustlandet gelegen. Unsere Position beträgt hier 81° nördliche Breite - die Entfernung zum geografischen Nordpol bloß noch 540 Meilen. Eisbären und Elfenbeinmöwen bewohnen diese nördlichsten Inseln. Bei optimalen Bedingungen verbringen wir einige unvergeßliche Stunden im Packeis, wo wir mit Glück u.a. eine Rosenmöwe entdecken könnten. Danach heißt es: Kurs Süd.
5. Tag: Lågøya /Sorgfjord
Die Lågøya ist eine flache Insel mit großen Lagunen. Hier rasten für gewöhnlich größere Walroßherden am Strand. Schwalbenmöwen nisten ebenfalls auf der Insel. Im nahen Sorgfjord stoßen wir vielleicht auf weitere Walrosse nahe den Walfängergräbern aus dem 17. Jahrhundert. Auf unseren naturkundlichen Exkursionen könnten wir ganzen Familien von Alpenschneehühnern begegnen.
6. Tag: Alkefjellet/Palanderbukta
Heute fahren wir in die Hinlopenstrasse ein, dem Verbreitungsgebiet von Bart- und Ringelrobben, Eisbären und Elfenbeinmöwen. Die Treibeisfelder vor der Lomfjordshalvøya befahren wir auf einer Zodiactour. Ziel ist das Alkefjellet, ein Vogelfelsen, auf dem Tausende von Dickschnabellummen in spektakulärer Umgebung nisten. Auf der Osteseite der Hinlopenstrasse erwartet uns die Palanderbukta auf Nordaustlandet. Hier leben Rentiere, Kurzschnabelgänse, Elfenbeinmöwen und Walrosse.
7. Tag: Torrelneset
Am Torrelneset gehen wir auf Entdeckungstour in der polaren Kältewüste von Nordaustlandet. Nicht weit vom Landeplatz erreicht die drittgrößte Eiskappe der Erde das Meer. Unsere Exkursion führt entlang einer wunderschönen Küste, welche von unzähligen, im Laufe der Jahrtausende vom Meerwasser gerundeten Steine bedeckt ist. Mit Glück stoßen wir auf unterwegs auf Walrosse. Auf der Weiterfahrt durch die Meeresgebiete südliche von Nordaustlandet haben wir gute Chancen, vielleicht auf Grönlandwale zu treffen.
8. Tag:
Im Freemansund wollen wir in Sundneset auf der Barentsinsel landen und eine alte Trapperhütte besuchen. Von hier aus führt uns ein Marsch in flottem Tempo über die Tundra auf der Suche nach dem Spitzbergen-Rentier und der Weißwangengans. Später fahren wir weiter südwärts zur Diskobukta an der Westseite von Edgeøya. In dieser seichten Bucht landen wir mit den Zodiacs an einem mit sibirischem Treibholz und Walknochen übersäten Strand, um dort zu wandern. In einer schmalen kleinen Schlucht steigen wir zu den Rändern hinauf. Die Wände der Schlucht sind von Tausenden von Dreizehenmöwen, Gryllteisten und räuberischen Eismöwen bewohnt. Zur Brutzeit der Vögel patrouillieren Eisfüchse und Eisbären - hauptsächlich Weibchen mit ihren Jungtieren - durch die Schlucht auf der Suche nach jungen, noch nicht flugfähigen Vögeln, die aus dem Nest gefallen sind.
9. Tag:
Dieser Tag beginnt mit einer stillen Kreuzfahrt durch die zahlreichen Seitenfjorde des spektakulären Hornsundes in Südspitzbergen mit seinen hohen Bergen. Der Hornsundtind steigt zu einer Höhe von 1.431 m auf, während ein anderer Berg, der Bautaen, uns veranschaulicht, weshalb die holländischen Entdecker der Insel den Namen Spitzbergen gaben. 14 atemberaubende Gletscher wälzen ihre Eismassen die Hänge herab ins Meer. Robben und Eisbären finden hier optimale Lebensbedingungen. Wenn möglich, besuchen wir die polnische Forschungsstation, deren freundliche Belegschaft uns oftmals einen Einblick in die laufenden Forschungsprojekte gewährt. In den Felshängen hinter der Station gibt es außerdem auch Tausende von nistenden Krabbentauchern zu sehen.
10. Tag:
Heute landen wir auf Ahlstrandhalvøya an der Mündung des Van Keulenfjords. Haufenweise liegen hier Skelette von Weißwalen (Belugas), die von der Zeit des sinnlosen Abschlachtens im späten 19. Jahrhundert zeugen und uns einmal mehr daran erinnern, welche Konsequenzen eine gedankenlose Ausbeutung haben kann. Zum Glück sind die Belugas nicht vollständig ausgerottet worden, sodaß wir sie heute wieder in größeren Gruppen auch in diesem Fjord antreffen können. Am Nachmittag fahren wir in den Recherchefjord und erkunden die Tundra am Fjordende, wo für gewöhnlich Rentiere nach Nahrung suchen.
11. Tag:
Rückkehr nach Longyearbyen. Unsere Reise endet hier mit dem Transfer zum Flughafen und dem Rückflug über Oslo nach Hause.
Sollten die Eisbedingungen dafür sprechen, könnten wir - anstatt durch die Hinlopenstraße zu fahren - auch Nordaustlandet umrunden, ein weiteres Nordkapp passieren und Kvitøya besuchen. Dies ist jene Insel, auf welcher der schwedische Polarforscher Andrée starb. Zwischen Kong Karls Land und Edgeøya bestehen gute Aussichten, auf Grönlandwale zu stoßen.
Eingeschlossene Leistungen:
- Schiffspassage in der gebuchten Kabinenkategorie
- Vollverpflegung an Bord inkl. Snacks, Kaffee, Tee
- Sämtliche Zodiac - Anlandungen und Aktivitäten während der Schiffsreise
- Lektorenprogramm und Betreuung durch ein erfahrenes Expeditionsteam
- Transfers und Gepäckbeförderung in Longyearbyen passend zu ausgewählten Flugstrecken
- Servicetaxes und Hafengebühren vorbehaltlich Nachforderungen der Reederei
- Ausführliches Informationsmaterial zu Ihrer Reise mit Zugang der Reisebestätigung
Nicht eingeschlossene Leistungen:
- Flüge nach/von Longyearbyen ab/zu Ihrem gewünschten Abflugort - diese können wir selbstverständlich gerne in der günstigst verfügbaren Klasse zu Ihrem Reisetermin passend und ab Ihrem Abflugort individuell dazu buchen.
- Persönliche Ausgaben wie Getränke, Souvenirs, Trinkgelder, Vor- und Nachprogramme, evtl. Zusatzübernachtungen etc.
- Reiseversicherungen - wir beraten Sie gerne und schließen diese für Sie ab
Termine Preis
| Antarctic Dream | Datum | Innen/ Bad | Aussen/ Bad | Superior | Suite |
| ATD08 | 5.07-15.07. | 4.000.-- | 4.850.-- | 5.400.-- | 6.000.-- |
| ATD09 | 15.07.-25.07. | 4.000.-- | 4.850.-- | 5.400.-- | 6.000:-- |
| ATD10 b | 25.07.-04.08. | 4.000.-- | 4.850.-- | 5.400.-- | 6.000.-- |
| ATD11 b | 04.08.-14.08. | 4.000.-- | 4.850.-- | 5.400.-- | 6.000.-- |
| Plancius | Datum | 3-er Bel/ Bad | Doppel/ Bad | Superior | |
| PLA07 Kb | 28.06.-08.07. | 3.850.-- | 4.850.-- | 5.400.-- | |
| PLA08 KD | 08.07.-18.07. | 3.850.-- | 4.850.-- | 5.400.-- | |
| PLA10 K | 28.07.-07.08. | 3.850.-- | 4.850.-- | 5.400.-- | |
| PLA11 K | 07.08.-17.08. | 3.850.-- | 4.850.-- | 5.400.-- | |
| PLA12 K | 17.08.-27.08. | 3.850.-- | 4.850.-- | 5.400.-- |
Einzelkabinenzuschlag: 70%
Auf der Plancius können Sie bei rechtzeitiger Voranmeldung kostenlos wandertaugliche Gummistiefel mit Profilsohle leihen.
Sollte der Rohölpreis bis 90 Tage vor Reisebeginn den Preis von USD 80,-/Barrel überschreiten behält sich die Reederei vor, nachträglich einen Treibstoffzuschlag von EUR 18,-/Person/Nacht zu erheben.
K - bei diesem Termin haben Sie die Option Kayaking, max. 15 Pers., Preis EUR 320,-/Person
D - bei diesem Termin haben Sie die Option Tauchen, max. 24 Pers., Preis EUR 550,-/Person
b - bei diesem Termin sind deutsch/englischsprachige Lektoren an Bord