ocn5-robbenWICHTIGER HINWEIS:
Auf dieser Expeditions - Seereise liegt der Schwerpunkt auf Wandern, Aktivität und intensiven Naturerlebnissen in entlegenen Gebieten. Das Schiff dient sozusagen als schwimmendes Hotel, von dem aus Sie Wanderungen unternehmen können. Wir bieten dabei 6 bis 9-stündige Ganztageswanderungen an und möchten dabei das kaum besuchte Landesinnnere zahlreicher Inseln erkunden - Gegenden, die sonst eher von Rentieren und Eisbären, als von Menschen durchwandert werden. Von den Hügeln und Bergen aus werden wir spektakuläre Aussichten auf zerklüftete Gebirge und riesige Gletscher genießen. Zusätzlich bieten wir in den gleichen Gebieten auch kürzere Landausflüge von ca. 4 Std. an.

Reiseverlauf:

1. Tag:
Individueller Flug ab gebuchtem Abflugort nach Oslo, Übernachtung.

2. Tag:
Weiterflug von Oslo nach Longyearbyen, dem Verwaltungszentrum Spitzbergens auf der größten Insel des Archipels, West-Spitzbergen. Vor dem Einschiffen (zwischen 16 und 17h) besteht die Möglichkeit, noch ein bisschen durch die Siedlung zu streifen. Die Pfarrkirche und das Svalbard-Museum mit interessanten Ausstellungen zu Bergbauindustrie und Polargeschichte sind ebenfalls einen Besuch wert. Um Longyearbyen sind 100 verschiedene Pflanzenarten nachgewiesen worden. Am frühen Abend lichten wir den Anker und fahren durch den Isfjorden.

3. Tag:
Reinsdyrflya ist die größte der charakteristischen Tundravorländer Spitzbergens. Hier lebt das endemische Spitzbergen-Rentier in großer Zahl. Die Wanderer werden die weite, sanft gewellte Landschaft der Reinsdyrflya von Norden nach Süden überqueren (Wanderstrecke: etwa 18 km). Alternativ dazu bieten wir eine Morgenlandung auf der Ostseite der Reinsdyrflya und eine Nachmittagsexkursion nach Søordalen, wo wir auf die Wandergruppe stoßen und gemeinsam die Überreste einer Wetterstation der deutschen Wehrmacht aus dem 2. Weltkrieg besuchen. Abends kreuzen wir mit dem Schiff vor dem großen Monacogletscher, einem der landschaftlichen Höhepunkte im Nordwesten Spitzbergens.

ocn5-karte4. Tag:
Die Mosselhalvøya bildet den nördlichsten Landzipfel der Hauptinsel Spitzbergen. Unsere Tundraführer kennen einige aufregende Geschichten alter Polarexpeditionen, welche sich auf dieser Tundra zugetragen haben. Die Wanderer durchqueren die Mosselhalvøya von der Mosselbukta bis zum Sorgfjord, was einer Strecke von gut 20 km entspricht, über teilweise unebenes Gelände. Als Alternative stehen ein kürzerer Ausflug in der Mosselbukta auf dem Programm, sowie später eine Landung am Eolusneset im Sorgfjord.

5. Tag:
Heute halten wir uns auf der Nordseite der großen, abgelegenen und kargen Insel Nordaustlandet auf. Hocharktische Tiere sind an diesen Küsten zu Hause wie etwa Eisbär und Walroß.
In diesen schlecht vermessenen Gewässern bietet die Nordseite der Insel Lågøya („tiefe Insel") eine günstige Landestelle. Eine Wanderung über etwa 15 km führt uns vom Purchasneset ins Innere Lågøyas und endet auf der Ostseite der Insel, nahe einer Trapperhütte aus dem frühen 20. Jahrhundert. Alternativ bieten wir Landgänge an den gleichen Strandabschnitten an, die Entfernung zwischen den beiden Landestellen wird jedoch mit dem Zodiac, unseren stabilen Schlauchbooten, zurückgelegt.

6. Tag:
Die Hinlopenstraße trennt die beiden größten Inseln Svalbards, Spitzbergen und das eisgepanzerte Nordaustlandet, voneinander. In der Augustabukta setzen wir den Fuß auf Nordaustlandet und entdecken die wüstenartige, aber wunderschöne Umgebung. Die Wanderer folgen dem Palanderdalen, einem eisfreien Korridor zwischen den beiden wichtigsten Eiskappen auf Nordaustlandet. Nach etwa 20 km durch polare Kältewüste erreichen wir die Palanderbukta, einen kleinen Fjord, der beinahe von allen Seiten durch große Eiskappen begrenzt wird. Beide Landeplätze, die Augustabukta wie die Palanderbukta, können auch ohne die lange Wanderung dazwischen besucht werden.

7. Tag:
Die beiden Inseln Barentsøya und Edgeøya weisen eine überraschend reiche Tundra und äußerst charakteristische Landschaften auf. Sundneset liegt an der Südostecke der Barentsøya und bietet eine beinahe üppige Tundravegetation und häufig auch viele Rentiergruppen. Wir folgen einem Flüßchen bis zu einem Wasserfall und weiter. Auf ihrer rund 17 km langen Strecke werden den Wanderern atemberaubende landschaftliche Höhepunkte geboten. Alternativ dazu gibt es eine Landung bei Sundneset auf der reichhaltigen Tundra, mit Besuch des Wasserfalls und guten Chancen, auf Rentiere zu treffen. Ergänzend folgt eine weitere Exkursion im Rindedalen auf der Südseite der Barentsøya.

ocn5schiff8. Tag:
Jahrhunderte lang war das Kap Lee an der nordwestlichen Ecke der Edgeøya ein zentraler Punkt für die Jagd und für wissenschaftliche Arbeiten. Die Landhebung, welche der Eiszeit folgte, hat hier ihre Spuren hinterlassen: man findet uralte Walknochen und Treibholz weit von der Küste im Landesinnern. Solche Funde haben ein respektables Alter von etlichen 1000 Jahren. In der etwa 20 km weiter südöstlich gelegenen Diskobukta finden wir eine kleine, imposante Schlucht vor, in welcher eine Kolonie Dreizehenmöwen zu Hause ist. Auf der Wanderstrecke vom Kap Lee zur Diskobukta begegnen wir einer faszinierenden Küste mit großen Mengen an Treibholz, Walknochen und möglichen Überraschungen punkto Tierleben. Alternativ dazu wird es möglichen sein, am Kap Lee wie auch in der Diskobukta anzulanden, ohne die Wanderung mitmachen zu müssen.

9. Tag:
Die Ostküste der Insel Spitzbergen wird während der Sommermonate kaum besucht. In der Mohnbukta wird den Wanderern die Möglichkeit geboten, ein Bergplateau zu erklimmen. Von dort aus hat man einen exzellenten Ausblick auf beeindruckende Endmoränen des Usher-Gletschers. Einige der Sedimentschichten aus dem Mesozoikum in diesem Gebiet enthalten viele Fossilien wie zum Beispiel Ammoniten und Muscheln. Nach 4-5 Stunden an Land kehren alle zum Schiff zurück. Zur Mittagszeit nimmt das Schiff Kurs auf die südlich gelegene Agardhbukta. Mögliche Exkursionen hier umfassen etwa eine Wandertour in die Berge und eine Tour zu einer Kolonie von Elfenbeinmöwen im Landesinnern.

10. Tag:
Andréetangen an der südöstlichen Küste der Edgeøya galt unter den Trappern des frühen 20. Jahrhunderts als klassisches Jagdgebiet. Hier wurden Eisbären gejagt. Unser Wanderausflug ins Landesinnere bringt uns nach gut 4 Stunden zu einem beinahe kompletten Skelett eines Grönlandwals. Dieser Wal verendete hier zu einer Zeit, als dieser niedrige Landrücken noch Küstenlinie war - vor etwa 7000 Jahren. Am Nachmittag besuchen wir alle zusammen die kleine Delitsch-Insel, wo uns eine reiche Moostundra mit ruhigen, kleinen Seen erwartet, auf denen sich arktische Gänse vor ihrem Wegzug ins Winterquartier sammeln. Gut erhaltene Reste einer alten englischen Walfangstation aus dem 17. Jahrhundert bilden den historischen Höhepunkt.

11. Tag:
Der Hornsund ist ein großer Fjord an der Westküste Spitzbergens, der von Gletschern und hohen Bergen, u.a. dem Hornsundtind (1431m) und dem nadelscharfen Grat des Bautaen, umgeben ist. Eine halbtägige Wanderung zu einem der Berge im Brepollen, den innersten Teil des Hornsundes, beschert uns sagenhafte Ausblicke auf die vergletscherte Landschaft. Das gleiche Gebiet läßt sich auch mit dem Zodiac erkunden. Die Burgerbukta am Nordufer des Hornsundes, die wir am Nachmittag besuchen werden, macht klar, weshalb einige glauben, der Hornsund sei der Schönste aller Fjorde Spitzbergens. Danach setzten wir Kurs auf den Isfjord und Longyearbyen.

12. Tag:
Während der Nacht läuft unser Schiff im Hafen von Longyearbyen ein. Hier endet unsere Reise mit dem Transfer zum Flughafen und Rückflug via Oslo zum Heimatflughafen. Ggfs. kann flugbedingt eine weitere Zusatzübernachtung in Oslo erforderlich werden (nicht inkl.).
Sollten die Eisbedingungen dafür sprechen, könnten wir - anstatt durch die Hinlopenstraße zu fahren - auch Nordaustlandet umrunden, ein weiteres Nordkap passieren und Kvitøya besuchen. Dies ist jene Insel, auf welcher der schwedische Polarforscher Andrée starb. Zwischen Kong Karls Land und Edgeøya bestehen gute Aussichten, auf Grönlandwale zu stoßen.

Die hier beschriebenen Tagesprogramme dienen nur zu Ihrer groben Orientierung.
Das Reiseprogramm kann durch den Einfluß lokaler Eis- und Wetterverhältnisse beträchtlich variieren, aber auch, um auf aktuelle Gegebenheiten bezüglich Tierbeobachtung reagieren zu können. Flexibilität ist von größter Bedeutung auf unseren Schiffsreisen mit Expeditionscharakter.
Die Erfahrungen und Aufzeichnungen aus den Jahren 1992 bis 2009 haben gezeigt, dass die Chancen, Spitzbergen umrunden zu können in der ersten Julihälfte bei 20%, in der 2. Julihälfte bei 55%, bei 90% in der ersten Hälfte August und bei 95% in der 2. Augusthälfte lagen.

Eingeschlossene Leistungen:

  • Transfers Flughafen Longyearbyen - Schiff und zurück
  • Schiffspassage in der gebuchten Kabinenkategorie inkl. Vollverpflegung an Bord inkl. Snacks, Kaffee, Tee
  • Wanderungen, sämtliche Zodiacanlandungen und sonstige Aktivitäten während der Schiffsreise
  • Lektorenprogramm und Betreuung durch ein erfahrenes, englischsprachiges Expeditionsteam
  • Deutschsprachiger Reiseleiter für die Betreuung der deutschen Gäste an Bord*Servicetaxes und Hafengebühren vorbehaltlich Nachforderungen der Reederei
  • Ausführliches Informationsmaterial zu Ihrer Reise mit Zugang der Reisebestätigung

Nicht eingeschlossene Leistungen:

  • Flüge nach/ab Longyearbyen und zurück - diese buchen wir gerne ab/bis zu Ihrem gewünschten Abflugort tagesaktuell und passend zum Einschiffungstermin dazu.
  • Persönliche Ausgaben wie Getränke, Souvenirs, Trinkgelder, Vor- und Nachprogramme, evtl. Zusatzübernachtungen etc.
  • Reiseversicherungen - wir beraten Sie gerne darüber und schließen diese gerne für Sie ab

Sollte der Rohölpreis bis 90 Tage vor Reisebeginn den Preis von USD 80,-/Barrel überschreiten behält sich die Reederei vor, nachträglich einen Treibstoffzuschlag von EUR 18,-/Person/Nacht zu erheben.

Termine Preis

13.08.-24.08.2010

M/V ANTARTIC DREAM Doppel/ innen m. Bad Doppel/außen m. Bad Superior Suite
ATD 12 w 4.000.-- 4.850.-- 5.400.-- 6.000.--

 

 

Einzelzimmer/-Kabinenzuschlag: 70%