Eine grandiose Hundeschlittentour im legendären Qaanaaq

grt611 Tage im legendären Nordwesten Grönlands und wir sind mitten drin im Leben der grönländischen Jäger und deren normalem Fortbewegungsmittel auf Hundeschlitten. Die Inuitjäger, die diese Tour begleiten, sind ‚echte' Jäger und leben von der Jagd. Sie wissen genau, was zu tun ist, bringen ihre Erfahrung ein und wir können uns als Teilnehmer dieser Gruppe unter ihrer Führung absolut sicher fühlen. Die Schlittenführer sprechen kein englisch - und wenn doch dann sehr spärlich. Aber mit den Möglichkeiten der Körper- und Zeichensprache und mit der gebotenen Umsicht ist eine Kommunikation dennoch möglich. Es wird kein Reiseleiter dabei sein, aber vor der Tour erhalten wir in Ilulissat durch einen örtlichen Guide unserer Agentur ein Briefing. In Qaannaq wird ein dänisch-englischsprachiger Verbindungsmann im Hotel als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Auf der Tour selbst werden die Teilnehmer und die Hundeschlittenführer auf die oben beschriebene Art und Weise miteinander kommunizieren. Das Abenteuer kann beginnen !

Reisehöhepunkte:

  • große Schlitten, beeindruckende Polarhosen aus Eisbärenfell, Stiefel aus Robbenfell und auf Campingkochern schmackhaft zubereitetes Robbenfleisch - all das ist Bestandteil des täglichen Lebens in Qaanaaq
  • Treffen mit Walfängern, die heute noch mit dem traditionellen Kayak auf Narwalfang gehen
  • Begegnung mit Robben, Polarhasen, Polarfüchsen und evtl. sogar. Walrosse und Eisbären
  • Besuch der nördlichsten Siedlung der Erde - Siorapaluk
  • das Museum von Qaanaaq und die alte Handelsstation der Polarforscher Knud Rasmussen und Peter Freuchen
  • klare, frostige Nächte, Sternenhimmel und mit ein bisschen Glück auch das faszinierende Spiel der Nordlichter, begleitet vom Heulen der Hunde
  • Ilulissat und der Kangia Eisfjord mit dem produktivsten Gletscher der nördlichen Hemisphäre und Eisbergen von unglaublichen Dimensionen
  • wir begeben uns auf die historischen Pfade der großen Polarforscher Knud Rasmussen, Jørgen Brønlund und Peter Freuchen
  • Qaanaaq - das ultimative grönländische Jagdgebiet, wo die Jagdtraditionen unverändert und authentisch fortbestehen
  • während der Hundeschlittentour übernachten wir in traditionellen Schlittenzelten oder Hütten, im Ilulissat und Qaanaaq werden wir in Hotel 2, bzw. 3 Nächte verbringen

Reiseverlauf:

grt6b-landschaft1. Tag: Anreise von Kopenhagen via Kangerlussuaq nach Ilulissat
Heute beginnt das Abenteuer Grönland! Wir fliegen mit Air Greenland von Kopenhagen via Kangerlussuaq/Söndreströmfjord nach einem kurzen Stop weiter nach Ilulissat. Schon der Landeanflug über den Kangia Eisfjord stimmt uns ein auf die faszinierenden Eiswelten, die uns in den nächsten Tagen dort erwarten.
Nach der Ankunft Begrüßung durch die örtliche Reiseleitung, Transfer und CheckIn im gebuchten Hotel, von dem aus wir einen faszinierenden Blick über den Eisfjord haben. Heute sind keine Mahlzeiten inklusive.

2. Tag: Anreise nach Qaanaaq:
Heute geht es via Upernavik per Flugzeug weiter in Richtung Norden nach Qaanaaq. Bei guten Sichtverhältnissen haben wir während des Fluges einen fantastischen Blick über die Melvillebucht und die enormen Eisfelder - Eisbärengebiet! Die Vorstellung, dass die Polarforscher Knud Rasmussen, Ludvig Mylius-Erichsen, Moltke und Jørgen Brønlund diese ganze Strecke per Hundeschlitten im Jahr 1902 - 1904 zurückgelegt haben ist faszinierend. Gleich nach unserer Ankunft und dem CheckIn im Hotel beginnen die Vorbereitungen für unseren morgigen Start ins Abenteuer. Heute sind Frühstück und Abendessen inkl.

3. Tag: ‚Pingapok' - unsere Hundeschlittentour beginnt !
Nach einem kräftigen Frühstück erledigen wir die letzten Lebensmitteleinkäufe, die zusammen mit unserem Gepäck und unserer Ausrüstung zu den bereits wartenden Schlitten gebracht werden. Dabei ist das Bepacken der Schlitten sehr wichtig und einiges zu beachten. Die Box mit den Gaskochern und Kartuschen, Töpfe etc. sind im hinteren Teil des Schlittens untergebracht, Harpunen und Jagdinstrumente an der Seite, Robbenfelle oben als Abdeckung und schließlich die Gewehre zwischen den Verschnürungen, damit sie im Notfall leicht zu erreichen sind. Heute ist Vollverpflegung inkl.

4. Tag: Siorapaluk - die nördlichste, bewohnte Siedlung der Erde
Heute überqueren wir den Robertson Fjord bis wir schon von Weitem am Fuße der Berge die Siedlung Siorapaluk entdecken. Hier ist von ganz Grönland die beste Gegend zur Beobachtung von Tordalken, die man bis Mai hier findet. Forscher schätzen, dass in dieser Gegend 20 bis 40 Mio, kleine Vögel brüten. In Walblubber konservierte kleine Tordalken, auf Inuit ‚Kiviak', sind hier eine absolute Delikatesse. Im Ort findet man Schlitten vor den Häusern, Kayaks in Holzrahmen gespannt, Netzte zum Fangen kleiner Tordalken, und zum Trocknen gespannte Robben- und Eisbärenhäute - alles Zeichen, womit hier der Broterwerb erfolgt. Heute ist wiederum Vollverpflegung inkl.

5. Tag: Neqé - der Ort mit den angeschwemmten Fleischtöpfen‚
Von Alters her ist hier eine optimale Jagdgegend. Ganz in der Nähe gibt es Walrossbänke mit riesigen, imposanten Tieren. Im Sommer bevölkern Narwale und Belugas die Gewässer, Bartrobben ernähren sich vom arktischen Kabeljau, der auf dem Grund des Fjords lebt. Die Berge rund um Neqé sind von Mai bis September voll vom Gezwitscher der Tordalken und die Polarfüchse ernähren sich von den Vögeln und der Brut. Hier findet selbst der schlechteste Jäger Beute.' Diese Aussage stammt von Christian Vibe aus dem Buch "Langthen og Nordpå" und spricht für sich selbst. Heute ist wiederum Vollverpflegung inkl.

6. Tag: Übernachtung in der Wildnis
Das heutige Programm wird wiederum bestimmt von den Wetterverhältnissen. Es könnte sein, das wir Neqé als Basecamp nutzen und weiter Richtung Norden zum Kap Powell oder alternativ dazu zu den Jagdgebieten an der Eiskante fahren - falls möglich. In dieser Jahreszeit nehmen die Jäger ihre Kayaks auf dem Schlitten mit, um sie zur Jagd auf Narwale mit Harpune oder Gewehr einzusetzen. Mit ein bisschen Glück werden wir Zeuge einer solchen Jagdzeremonie. Erfolgreiche Jäger sind immer gerne bereit, Ihre Beute mit uns zu teilen und so können wir evtl. Walross, Wal usw. versuchen. Heute ist Vollpension inkl.

grt3undeschlitten7. Tag: Murchison Sund

Heute setzen wir unsere Tour in Richtung Qaanaaq fort, unser Ziel für den 8. Tag. Die Route führt durch faszinierendes Gelände, ggfs. entland am Robertson und Mac Cormick Fjord und vorbei an den beeindruckenden Gletscgern. Wir können Ringelrobben begegnen, die in der Nähe ihrer Atemlöcher ausruhen. Robbenfleisch ist eine Delikatesse, die dafür sorgt, dass wir warm bleiben und ein Lächeln auf den Lippen haben. Heute ist Vollpension inkl.

8. Tag: Besuch der alten Handelsstation von Knud Rasmussen - heute Qaanaaq Museum
Nach diesen ereignisreichen Tagen in der Wildnis erreichen wir am Nachmittag wieder Qaanaaq. Unsere Begleiter setzen uns im Hotel ab und die erste warme Dusche nach diesen Tagen ist eine absolute Wohltat. Danach bleibt genügend Zeit, dem Museum einen Besuch abzustatten. Hier finden sich viele interessante Objekte aus der Zeit, als Thule noch Handelsstation und Ausgangsort für spektakuläre Expeditionen war. Auch der Friedhof, etwas außerhalb des Ortes, zeugt von vergangen Zeiten und imposanten Persönlichkeiten, die hier gelebt haben. Im Hotel nehmen wir unser Abendessen ein, wo auch schon Leute wie Reinhold Messner und andere Arktisforscher nach anstrengenden Touren eingekehrt sind. Heute ist wiederum Vollpension inkl.

9. Tag: Qaanaaq - Ilulissat
Nun heißt es Abschied nehmen von Norwestgrönland und von Qaanaaq. Wir fliegen mit einer Dash 7 der Air Greenland via Upernavik zurück nach Ilulissat. Nach der Ankunft kann noch eine kleine Wanderung zum Tal von Sermermiut arrangiert werden. Dieses gehört ebenso wie der Eisfjord zum UNESCO Weltkulturerbe und hat periodisch über 4.500 Jahre hinweg die Palao-Inuit beheimatet. In den 50er Jahren haben dänische und grönländische Forscher epochale Ausgrabungen in diesem Gebiet vorgenommen, die Auskunft gaben über die Kultur der Saqqaq-, Dorset- und Thulezeit, sowie interessante Dokumente geliefert haben über Perioden der Abwanderung aus Gründen der klimatischen Veränderungen, Krankheiten oder Mangel an Jagdgelegenheiten. Vom sog. ‚Suicide Gorge' aus werden wir mit einem großartigen Blick belohnt. Es bietet sich eine atemberaubende Aussicht über die größten Eisberge Grönlands. Von hier aus haben wir die Eisberge, die wir bei guter Sicht bereits aus dem Flugzeug sehen konnten, hautnah vor uns. Mit etwas Glück können wir erleben, wie ein Stück Eisberg mit einem lauten Knall und einer gigantischen Drehszenerie in den Eisfjord bricht. Heute ist Frühstück inkl.

10. Tag: Ilulissat
Heute haben wir einen erholsamen Tag in Ilulissat, den wir selbst gestalten können. Entweder besuchen wir das Geburtshaus von Knid Rasmussen, das heute das Museum beherbergt oder wir unternehmen eine Boots- oder Helikoptertour. Auch ein Souvenir aus Grönland z. B. in Form eines Tupilak darf natürlich nicht fehlen.

11. Tag: Rückflug nach Kopenhagen
Nach dem Frühstück Transfer zum Flughafen und Rückflug via Kangerlussuaq nach Kopenhagen. Flugzeitenbedingt evtl. Übernachtung und Weiterflug am nächsten Tag.

Gruppengröße:
2 - 10 Personen

Unsere Leistungen:

  • Flüge Kopenhagen - Kangerlussuaq und zurück
  • Flug Kangerlussuaq - Ilulissat und zurück
  • Flug Ilulissat - Upernavik - Qaanaaq und zurück
  • Hotelübernachtungen in Ilulissat und Qaanaaq
  • Verpflegung gem. Ausschreibung
  • 6 Tage Schlittenhundetour mit Inuitjägern und Gespannen von 12 - 14 Hunden/Schlitten, 1 Teilnehmer/Schlitten
  • Polarschlafsack und Matratzen

Nicht enthalten:

  • Fluganreise nach/von Kopenhagen - wird selbstverständlich gerne in der günstigst verfügbaren Klasse zu Ihrem Reisetermin passend und ab Ihrem Abflugort individuell dazu gebucht!
  • Reiseversicherungen*Übernachtung und evtl. Verlängerungsprogramm in Kopenhagen
  • Persönliche Ausgaben, wie Getränke, Souvenirs, Trinkgelder, Eintrittsgelder etc.
  • Kosten für nicht enthaltene Mahlzeiten (2 x in Ilulissat) ca. 300 bis 500 DKK gesamt
  • Komplette Bekleidung aus Robbenfell und/oder Thermomaterial für die Schlittenhundetour ca. 1.650 DKK (vor Ort in Qaanaaq)

Termine

Dauer: 11 Tage/10 Nächte
Termine 2011: 22.03. - 01.04./29.03. - 08.04./05. - 15.04.

Preis/Person/DZ: EUR 4.520,--

Wichtige Hinweise:
Zur Teilnahme an dieser Reise ist eine Auslandskrankenversicherung zwingend vorgeschrieben. Diese bieten wir Ihnen gerne mit an !

Bei dieser Reise kann es aufgrund von Wetter-, Wind- und Eisverhältnissen oder anderen Umständen zu kurzfristigen Touränderungen oder auch Stornierungen, z.B. von Flügen oder Bootsfahrten kommen. Während der ersten 24 Stunden Verspätung oder Programmänderung, die aufgrund nicht durch den Veranstalter verursachter Umstände auftreten, besteht kein Anspruch auf Erstattung. Die Reiseleiter vor Ort werden bemüht sein, die Unannehmlichkeiten zu minimieren und ggfs. alternative Programme anzubieten.

Hundeschlittentour:
Die Nutzung von Hundegespannen ist bis heute ein gängiges Fortbewegungs- und Transportmittel bei den Inuit an der Westküste Grönlands nördlich von Sisimiut. In der Vergangenheit wurde die Konstruktion der Schlitten jeweils den Bedingungen und der Schneemenge angepasst. Er wurde auf 2 Kufen aufgebaut, die durch Häute miteinander verbunden waren und durch diese Flexibilität sich dem Untergrund anpassen konnten. Die Gespanne waren bestückt mit 5 bis 10 Hunden und für die Jäger hauptsächlich ein Transportgerät beim Jagen auf dem Meereis. Auch heute noch finden jährlich Meisterschaften im Hundeschlittenrennen statt.

Um den Gast vor Unfällen und Unterkühlung zu schützen und aus der Schlittenhundtour ein genussvolles Erlebnis zu machen müssen einige Regeln berücksichtigt werden:

  • Der Schlittenhundeführer (Musher) wird öfter neben dem Schlitten laufen oder über die ‚Reling' hängen. Meist sitzt er vorne im Schlitten, um auf- und abspringen zu können. Der Gast sitzt im hinteren Ende in Fahrtrichtung.
  • Auf flachem und ebenem Gelände kann der gast auch quer auf dem Schlitten sitzen
  • Die Beine müssen im Schlitten bleiben und dürfen nicht hinausragen
  • In unebenem Gelände oder bei Anstiegen können Sie dem Hundeführer unterstützen indem Sie das Gewicht auf die entgegengesetzte Seite lehnen als der Schlitten
  • Bei der Fahrt über Eis wird es von Zeit zu Zeit auch über gefrorene Eisschollen gehen, wobei es hier ratsam ist, im Schlitten zu stehen
  • bei Anstiegen ist es teilweise nötig, dass Sie den Schlitten verlassen und nebenher gehen
  • bei niedrigen Temperaturen ist es ratsam, immer wieder den Schlitten zu verlassen und nebenher zu gehen
  • nähern Sie sich niemals ohne ausdrückliche Erlaubnis des Hundeführers den Hunden
  • niemals die Hunde mit Essensresten füttern
  • tragen Sie ständig eine Sonnebrille und benutzen Sie einen Sonnenschutz mit hohem Faktor. Dieser sollte wegen der Kälte keine Wasseranteile beinhalten
  • Kamera und Videoausrüstung bewahren Sie zum Schutz vor Kälte am besten unter der Kleidung auf

Aufgaben:
Die Teilnehmer dieser Tour sollten sich als aktive Mitglieder der Hundeschlittenexpedition verstehen. Das bedeutet, dass Sie teilnehmen an den täglichen Aufgaben wie Auf- und Abbau der Zelte, kochen, Geschirr spülen, Be- und Entladen der Schlitten usw.

Klima:
Im Raum Qaanaaq beträgt die durchschnittliche Temperatur im Mai 25 bis 15° minus. Die Nächte können kälter werden, aber tagsüber hat man durch die Sonneneinstrahlung und die Trockenheit das Gefühl, dass es wärmer ist. Die Nächte können bis minus 30° sein. Normalerweise ist das Wetter in dieser Jahreszeit klar, bei guter Sicht und auch hoher Wahrscheinlichkeit auf Polarlichter.

Stromspannung:
Auf dieser Tour gibt es kaum Möglichkeiten, Batterien aufzuladen. Bringen Sie daher genügend Batterien mit. In Ilulissat ist die Möglichkeit zum Aufladen gegeben.

Gepäck:
Sie können einen Teil Ihres Gepäcks in Ilulissat zurück lassen. Ebenso können Sie auch in Qaanaaq im Hotel Dinge, die Sie während der Hundeschlittentage nicht benötigen, deponieren.