Reiseeindrücke Reykjavik und mehr
Reykjavik
Mein
Ziel war zunächst Islands Metropole Reykjavik, die sich leider gerade
da von ihrer unfreundlichen Wetterseite gezeigt hat. Aber auch das muss
man erleben, um einen 'runden' Eindruck zu haben. Und diese kleine
Hauptstadt hat kulturell, kulinarisch und vom Entertainment her so
vieles 'Indoor' zu bieten, dass die Zeit wie im Flug verging. Dann ging's in einem zweistündigen Flug per 36-sitzigem Propellerflugzeug weiter auf die Insel Kulusuk in Ostgrönland. Auch hier erwartete mich zunächst ein 'hausgemachter', Grönlandsturm, der wohl um diese Jahreszeit nicht untypisch ist und zunächst einmal alle geplanten Unternehmungen zum Scheitern brachte.
Also musste Plan B her - Zwangsaufenthalt auf Kulusuk (400 Seelen), kleine Wanderung entlang der Küste, Eisberge beobachten, den Ort erkunden, Schule besichtigen, die ehemalige amerikanische Funkstation und für eine Nacht im Hotel Kulusuk bleiben. Am nächsten Tag ging's zu je 9 Personen per Helikopter weiter in die 'Metropole' Ostgrönlands nach Tasiilaq/Angmassalik.
Obwohl nur 10 Helikopterflugminuten entfernt zeigte sich das Wetter hier von seiner allerschönsten Seite - es war zwar kalt und frühwinterlich, aber die Klarkeit der Luft ist nicht zu beschreiben. Man fühlt sich, als ob man endlich wieder frei atmen könnte und auch der Kopf wird frei geblasen.
Als 'Highlight' lief am Morgen pünktlich um 8 Uhr die FRAM, das Expeditionsschiff der Hurtigruten im Hafen ein und spuckte seine rund 200 Passagiere aus - eine echte Sensation für die Dorfbevölkerung.
Ich kannte bisher von Grönland nur den Western, der vergleichsweise touristisch und infrastrukturell weit mehr erschlossen ist, nachdem der Osten durch seine islolierte Lage bis heute seine eigene Sprache und Kultur bewahrt hat. Aber es sicher eine Reise wert - leicht kombinierbar mit Island, nicht weit entfernt und doch eine ganz andere Welt.