ocn2schiff4WICHTIGER HINWEIS:

Die hier beschriebenen Tagesprogramme dienen nur zu Ihrer groben Orientierung.
Das Reiseprogramm kann durch den Einfluß lokaler Eis- und Wetterverhältnisse beträchtlich variieren, aber auch, um auf aktuelle Gegebenheiten bezüglich Tierbeobachtung reagieren zu können. Flexibilität ist von größter Bedeutung auf unseren Schiffsreisen mit Expeditionscharakter.

Reiseverlauf:

1. Tag:
Individuelle Anreise via Oslo nach Longyearbyen (je nach Flugverbindung ist evtl. eine vorhergehende Zwischenübernachtung in Oslo oder Longyearbyen nötig), dem Verwaltungszentrum Spitzbergens auf der größten Insel des Archipels, West-Spitzbergen. Vor dem Einschiffen besteht die Möglichkeit, durch die Siedlung zu streifen. Die Pfarrkirche und das Svalbard-Museum mit interessanten Ausstellungen zu Bergbauindustrie und Polargeschichte sind ebenfalls einen Besuch wert. Um Longyearbyen sind 100 verschiedene Pflanzenarten nachgewiesen worden. Am frühen Abend lichten wir den Anker und fahren durch den Isfjorden.

2. Tag:
Auf der Fahrt nach Norden, entlang der Westküste Spitzbergens, kommen wir morgens im Krossfjorden an. Von hier aus brechen wir zu einer Zodiac-Rundfahrt entlang des spektakulären 14.-Juli-Gletschers auf. An den erstaunlich fruchtbaren Hängen nahe dem Gletscher blüht eine Vielzahl an Pflanzen. Hoch an den Felsen nisten Dreizehenmöwen und Dickschnabellummen in großer Zahl. Es bestehen gute Chancen, den hier lebenden Polarfuchs zu sehen; er streicht oft am Fuß der Vogelkolonien entlang in der Hoffnung, einen hilflosen Jungvogel zu erwischen, der aus seinem Nest gefallen ist. Im landschaftlich schönen Fjord halten sich gewöhnlich einige Bartrobben auf. Am Nachmittag führt uns die Reise nach Ny Ålesund, die nördlichste, permanent bewohnte Ortschaft der Erde. In der einstigen Bergbausiedlung fuhr früher die nördlichste Eisenbahn der Erde - die Lokomotive und einige Wagen dieser Kohlebahn kann man noch immer dort bewundern. Ny Ålesund hat sich inzwischen in eine moderne Forschungsstation verwandelt. In unmittelbarer Nähe der Häuser finden sich Brutplätze von Weißwangen- und Kurzschnabelgänsen sowie von Küstenseeschwalben. Geschichtlich interessierte Besucher werden sicher auch gerne zum alten Ankermast spazieren wollen, an dem Amundsen und Nobile (mit der Norge, 1926) und Nobile (mit der Italia, 1928) ihre Luftschiffe auf dem Weg zum Nordpol festmachten.

3. Tag:
Soweit es das Wetter zuläßt wollen wir heute zum Eingang des Liefdefjorden fahren und dort für eine Tundrawanderung auf der Insel Andøya an Land gehen. Eiderenten und Kurzschnabelgänse nisten hier, und auch die seltenere Prachteiderente lässt sich hin und wieder blicken. Mit etwas Glück können wir den Fjord befahren und an dessen Ende an der 5 km langen Front des Monacogletschers entlang kreuzen. Dreizehenmöwen zu Tausenden fischen hier an der Abbruchkante und auf Reisen in den vergangenen Jahren haben wir hier vor der mächtigen Geltscherkante sogar oft Eisbären in fotografisch einmaliger Umgebung angetroffen.

ocn2schiff34. Tag: Alkefjellet/Palanderbukta
Heute fahren wir in die Hinlopenstrasse ein, dem Verbreitungsgebiet von Bart- und Ringelrobben, Eisbären und Elfenbeinmöwen. Die Treibeisfelder vor der Lomfjordshalvøya befahren wir auf einer Zodiactour. Ziel ist das Alkefjellet, ein Vogelfelsen, auf dem Tausende von Dickschnabellummen in spektakulärer Umgebung nisten. Auf der Osteseite der Hinlopenstrasse erwartet uns die Palanderbukta auf Nordaustlandet. Hier leben Rentiere, Kurzschnabelgänse, Elfenbeinmöwen und Walrosse.

5. Tag:Phippsøya
Heute werden wir den nördlichsten Punkt unserer Reise erreichen: die Phippsøya in den Siebeninseln, nördlich von Nordaustlandet gelegen. Unsere Position beträgt hier 81° nördliche Breite - die Entfernung zum geografischen Nordpol bloß noch 540 Meilen. Eisbären und Elfenbeinmöwen bewohnen diese nördlichsten Inseln. Bei optimalen Bedingungen verbringen wir einige unvergeßliche Stunden im Packeis, wo wir mit Glück u.a. eine Rosenmöwe entdeckten könnten. Danach heißt es: Kurs Süd.

6. Tag:
Wir folgen unserem Weg zurück nach Westen, wobei wir den Raudfjord an der Nordküste Westspitzbergens besuchen. Spektakuläre Gletscher dominieren hier die wunderschöne Szenerie, und Ringel- und Bartrobben sind hier zu Hause. Die steilen Bergflanken werden von Vogelkolonien belebt. An geschützten Stellen hat sich hier eine überraschend vielfältige Pflanzenwelt entwickelt. Später landen wir auf Ytre Norskøya, wo uns Gräber aus der Walfangzeit des 17. Jahrhunderts noch heute an das harte Leben jener Zeiten erinnern. Die Insel überrascht mit ihrer reichen Vogelwelt; es gibt leicht zugängliche Kolonien von Krabbentauchern, Gryllteisten, Dickschnabellummen, Papageitauchern und Skuas.

ocn1-karte7. Tag:
Wir landen an der Nordspitze von Prinz Karls Forland nahe Fuglehuken, wo Barents wahrscheinlich zum ersten Mal in Spitzbergen Land betrat. Seevögel nisten an den Klippen, und an den Küsten lebt die einzige Population von Seehunden in Spitzbergen. Auch historische Überreste aus der Zeit der Bärenjagd, wie etwa Selbstschußanlagen und Fallen, sind überall zu sehen. Am gegenüberliegenden Ufer des Forlandsundet, bei Sarstangen, befindet sich ein Ruheplatz von Walrossen. Als Alternative zu diesem Programm könnten wir auch weiter in den St. Johns Fjord oder noch südlicher zum Eingang des Isfjordes fahren und der Vogelkolonie bei Alkhornet einen Besuch abstatten. Hier nisten Seevögel an den Klippen, und Polarfüchse suchen den Fuß der Felswände nach herabgestürzten Jungvögeln und Eiern ab. Spitzbergen-Rentiere grasen auf den relativ saftigen Weiden. Es scheint, als ließen sie sich durch die Anwesenheit menschlicher Besucher nicht stören, dies stimmt aber nicht ganz. Die Antwort liegt beim Energiehaushalt dieser Tiere: das Svalbard-Ren muß die harschen Winter überstehen, wenn die Temperaturen tief absinken und Nahrung kaum zu finden ist. Deshalb spart es Energie und flüchtet nur, wenn es unbedingt notwendig ist. Am Nachmittag fahren wir durch die eindrucksvolle Borebukta an einer durchgehenden Gletscherwand entlang, bevor wir die Fahrt nach Longyearbyen fortsetzen.

8. Tag:
Rückkehr nach Longyearbyen. Unsere Reise endet hier mit dem Transfer zum Flughafen und dem Rückflug über Oslo nach Hause, bzw. ist je nach Flugverbindung evtl. eine Zwischenübernachtung nötig.

Eingeschlossene Leistungen:

  • Schiffspassage in der gebuchten Kabinenkategorie
  • Vollverpflegung an Bord inkl. Snacks, Kaffee, Tee
  • Sämtliche Zodiac - Anlandungen und Aktivitäten während der Schiffsreise
  • Lektorenprogramm und Betreuung durch ein erfahrenes Expeditionsteam
  • Transfers und Gepäckbeförderung in Longyearbyen passend zu ausgewählten Flugstrecken
  • Servicetaxes und Hafengebühren vorbehaltlich Nachforderungen der Reederei
  • Ausführliches Informationsmaterial zu Ihrer Reise mit Zugang der Reisebestätigung

Nicht eingeschlossene Leistungen:

  • Flüge nach/von Longyearbyen ab/zu Ihrem gewünschten Abflugort - diese können wir selbstverständlich gerne in der günstigst verfügbaren Klasse zu Ihrem Reisetermin passend und ab Ihrem Abflugort individuell dazu buchen.
  • Persönliche Ausgaben wie Getränke, Souvenirs, Trinkgelder, Vor- und Nachprogramme, evtl. Zusatzübernachtungen etc.
  • Reiseversicherungen - wir beraten Sie gerne und schließen diese für Sie ab

Termine Preis

Preise 2010/Person/EUR bei Doppelbelegung:

Antarctic Dream Datum Innen/ Bad Aussen/ Bad Superior Suite
ATD07 28.06.-05.07 2.850.-- 3.400.-- 3.750.-- 4.200.--
Plancius 3-er Bel/ Bad Doppel/ Bad Superior
PLA05 KD b 14.06.-21.06 2.700.-- 3.400.-- 3.750.--
PLA06 K 21.06.-28.06 2.700.-- 3.400.-- 3.750.--







Einzelkabinenzuschlag: 70%

K - bei diesem Termin haben Sie die Option Kayaking, max. 15 Pers., Preis EUR 320,-/Person
D - bei diesem Termin haben Sie die Option Tauchen, max. 24 Pers., Preis EUR 550,-/Person
b - bei diesem Termin sind deutsch/englischsprachige Lektoren an Bord

Auf der Plancius können Sie bei rechtzeitiger Voranmeldung kostenlos wandertaugliche Gummistiefel mit Profilsohle leihen.
Sollte der Rohölpreis bis 90 Tage vor Reisebeginn den Preis von USD 80,-/Barrel überschreiten behält sich die Reederei vor, nachträglich einen Treibstoffzuschlag von EUR 18,-/Person/Nacht zu erheben.

Preise 2010/Person/EUR bei Doppelbelegung:

Segelschiff S/V Noorderlicht Aussen/o. Bad
NOO04 30. Mai - 10. Jun 2.800,-
NOO06 21 Juni - 02.Juli 2.800,-
Einzelkabinenzuschlag: 70%