OCN5 Wander-Expedition rund um Spitzbergen
WICHTIGER HINWEIS:
Auf dieser Expeditions - Seereise liegt der Schwerpunkt auf Wandern, Aktivität und intensiven Naturerlebnissen in entlegenen Gebieten. Das Schiff dient sozusagen als schwimmendes Hotel, von dem aus Sie Wanderungen unternehmen können. Wir bieten dabei Ganztageswanderungen an und möchten dabei das kaum besuchte Landesinnnere zahlreicher Inseln erkunden - Gegenden, die sonst eher von Rentieren und Eisbären, als von Menschen durchwandert werden. Von den Hügeln und Bergen aus werden wir spektakuläre Aussichten auf zerklüftete Gebirge und riesige Gletscher genießen. Zusätzlich bieten wir in den gleichen Gebieten auch kürzere Landausflüge an.
Reiseverlauf:
1. Tag:
Einschiffung
2. Tag:
Unser Kurs führt nach Norden entlang der Westküste. Morgens erreichen wir Krossfjorden, wo wir mit den Zodiacs einen Ausflug an der atemberaubenden Front des 14. Juli Gletschers machen. Auf den grünen Hängen in der Nähe des Gletschers blühen die Sommerblumen und an den steilen Klippen fühlen sich die Dreizehenmöven wohl. Es gibt gute Chancen die scheuen Polarfüchse zu beobachten, die entlang der Klippen patroullieren und auf kleine Küken hoffen. Bartrobben sind in diesem Fjord ebenfalls zuhause. Am Nachmittag geht die Reisen nach Blomstrand, denn dort versuchen wir den höchsten Punkt zu Fuss zu erreichen. Von hier aus hat man einen schönen Ausblick auf die offene Seestrasse, die vor wenigen Jahren noch mit Gletschereis zwischen Insel und dem Festland bedeckt war.
3. Tag:
Im Bockfjord gibt es eine Möglichkeit für eine lange Tageswanderung zu den warmen Quellen, die ca. 8 km im Landesinneren liegen. Unsere Wanderung führt auch an Gletschern und einem Vulkan vorbei. Hier befinden wir uns in einer der wärmsten Regionen von Spitzbergen. Teilnehmer, die lieber eine kürzere Variante gehen möchten, können am Vormittag die warmen Quellen entlang der Küste erwandern und später eine Lagune am roten Sandstein des Woodfjordes erkunden. Dieser Name entstammt den vielen Baumstämmen, die hier an Land gespült wurden. Am Abend geht die Reise zum Monaco Gletscher im Liefdefjord.
4. Tag:
Heute besuchen wir Laagöya, eine flache Insel mit einer Lagune, wo meistens eine Ansammlung von Rentieren zu finden ist. Schwalbenmöwen nisten hier auch. Wir erreichen unseren nördlichsten Punkt bei Phippsøya in den Sieben Inseln nördlich von Nordaustlandet. Hier sind wir bei ca. 81° Nord angelangt, nur 540 Seemeilen vom geographischen Nordpol entfernt. Eisbären und Elfenbeinmöwen bevölkern diese Region. Wir bleiben bestimmt ein paar Stunden im Packeis und geniessen die Ausblicke auf diese wilde Landschaft und hoffen auf Begegnungen mit den Eisbären. Danach steuern wir gen Süden. Als Alternative stehen ein kürzerer Ausflug in der Mosselbukta auf dem Programm, sowie später eine Landung am Eolusneset im Sorgfjord.
5. Tag:
Die Hinlopenstraße trennt die beiden größten Inseln Svalbards, Spitzbergen und das eisgepanzerte Nordaustlandet, voneinander. In der Palanderbukta, umringt von Gletscherfronten, setzen wir Fuß auf Nordaustlandet und entdecken die wüstenartige, aber wunderschöne Umgebung. Die Wanderer folgen dem Palanderdalen, einem eisfreien Korridor zwischen den beiden wichtigsten Eiskappen auf Nordaustlandet. Nach etwa 20 km durch polare Kältewüste erreichen wir die Augustabukta, wo wir leicht auf die Eiskappe steigen können. Auf der Tundra sehen wir üblicherweise viele Rentiere. Beide Anlandungen, Augustabukta und Palanderbukta, können auch ohne lange Wanderung ermöglicht werden. In der Nähe von Torrellneset gibt es eine große Walrossherde.
6. Tag:
Die Ostküste der Insel Spitzbergen wird während der Sommermonate kaum besucht. Wir fahren entlang des Negribreen , ein Schelfeisgletscher und seltenes Phänomen in der Arktis. Bei Teistpynten in der Nähe der Mohnbukta werden wir eine Wanderung entlang der Küste und auf der Tundra unternemhen. Hier sieht man häufig Rentiere und hat einen guten Ausblick auf den Gletscher Negribreen. Einige mesozoische Sedimente lagern hier, dieser Abschnitt ist sehr reich an Fossilien. Gegen Mittag wird das Schiff gen Süden nach Agardhfjell repositioniert, Bei guten Bedingungen kann eine 5- stündige Wanderung zu den Elfenbeinmöwen durchgeführt werden.
- Als Alternative ist folgender Programmpunkt möglich-
Sundneset liegt an der Südostecke der Barentsøya und bietet eine beinahe üppige Tundravegetation und häufig auch viele Rentiergruppen. Wir folgen einem Flüsschen bis zu einem Wasserfall und weiter. Auf ihrer rund 17 km langen Strecke werden den Wanderern atemberaubende landschaftliche Höhepunkte geboten. Alternativ dazu gibt es eine Landung bei Sundneset auf der reichhaltigen Tundra, mit Besuch des Wasserfalls und guten Chancen, auf Rentiere zu treffen. Ergänzend folgt eine weitere Exkursion im Rindedalen auf der Südseite der Barentsøya.
7. Tag:
In der etwa 20 km weiter südöstlich gelegenen Diskobukta finden wir eine kleine, imposante Schlucht vor, in welcher eine Kolonie Dreizehenmöwen zu Hause ist. Jahrhundertelang war das Kapp Lee an der nordwestlichen Ecke der Edgeøya ein zentraler Punkt für die Jagd und für wissenschaftliche Arbeiten. Die Landhebung, welche der Eiszeit folgte, hat hier ihre Spuren hinterlassen: man findet uralte Walknochen und Treibholz weit von der Küste im Landesinnern. Solche Funde haben ein respektvolles Alter von etlichen 1000 Jahren. Auf der Wanderstrecke von der Diskobukta zum Kapp Lee begegnen wir einer faszinierenden Küste mit großen Mengen an Treibholz, Walknochen und möglichen Überraschungen punkto Tierleben. Alternativ dazu wird es möglichen sein, an der Diskobukta wie auch am Kapp Lee anzulanden, ohne die Wanderung mitmachen zu müssen.
8. Tag:
Der Hornsund ist ein großer Fjord an der Westküste Spitzbergens, der von Gletschern und hohen Bergen, u.a. dem Hornsundtind (1431m) und dem nadelscharfen Grat des Bautaen, umgeben ist. Eine Tageswanderung zu dem Berg Ostragrodskyfjell im Brepollen, den innersten Teil des Hornsundes, beschert uns sagenhafte Ausblicke auf die vergletscherte Landschaft. Das gleiche Gebiet läßt sich auch mit dem Zodiac erkunden. Die Burgerbukta am Nordufer des Hornsundes, die wir am Nachmittag besuchen werden, macht klar, weshalb einige glauben, der Hornsund sei der Schönste aller Fjorde Spitzbergens. Danach setzten wir Kurs auf den Isfjord und Longyearbyen.
9. Tag:
Heute landen wir an Ahlstrandhalvøya an der Öffnung des Van Keulenfjords. Hier stapeln sich die Skelette der Belugawale, Überbleibsel der Massenabschlachtungen des 19. Jhrds. und ein stilles Relikt und Denkmal dieser Zeit der unüberlegten Ausbeutung. Die Population wurde dezimiert aber heute sind die Belugas nicht mehr vom Aussterben bedroht und mit ein wenig Glück bekommen wir auch lebende Exemplare zu sehen. Am Nachmittag steuern wir in den Recherchefjorden und wir können einen Tundra am Fjordende erwandern, wo meisten viele Rentiere friedlich grasen.
10. Tag:
Ausschiffung in Longyearbyen.
Hinweis:
Die Chancen einer kompletten Umrundung von Spitzbergen liegen bei 20% in der ersten Juli Hälfte, bei 55% in der zweiten Juli Hälfte, bei 90% in der ersten August Hälfte und bei 95% in der zweiten August Hälfte (Statistik basiert auf Erfahrungswerte der Jahre 1992 bis 2009). Falls eine Umrundung aufgrund der gegebenen Eisverhältnisse nicht möglich ist, wird sich das Programm auf den Nordosten von Spitzbergen konzentrieren.
Die hier beschriebenen Tagesprogramme dienen nur zu Ihrer groben Orientierung.
Das Reiseprogramm kann durch den Einfluß lokaler Eis- und Wetterverhältnisse beträchtlich variieren, aber auch, um auf aktuelle Gegebenheiten bezüglich Tierbeobachtung reagieren zu können. Flexibilität ist von größter Bedeutung auf unseren Schiffsreisen mit Expeditionscharakter.
Eingeschlossene Leistungen:
- Transfers Flughafen Longyearbyen - Schiff und zurück
- Schiffspassage in der gebuchten Kabinenkategorie inkl. Vollverpflegung an Bord inkl. Snacks, Kaffee, Tee
- Wanderungen, sämtliche Zodiacanlandungen und sonstige Aktivitäten während der Schiffsreise
- Lektorenprogramm und Betreuung durch ein erfahrenes, englischsprachiges Expeditionsteam
- Deutschsprachiger Reiseleiter für die Betreuung der deutschen Gäste an Bord
- Servicetaxes und Hafengebühren vorbehaltlich Nachforderungen der Reederei
- Ausführliches Informationsmaterial zu Ihrer Reise mit Zugang der Reisebestätigung
Nicht eingeschlossene Leistungen:
- Flüge nach/ab Longyearbyen und zurück - diese buchen wir gerne ab/bis zu Ihrem gewünschten Abflugort tagesaktuell und passend zum Einschiffungstermin dazu.
- Persönliche Ausgaben wie Getränke, Souvenirs, Trinkgelder, Vor- und Nachprogramme, evtl. Zusatzübernachtungen etc.
- Reiseversicherungen - wir beraten Sie gerne darüber und schließen diese gerne für Sie ab
Termine Preis
10 Tage/9 Nächte mit M/V Antarctic Dream
Termin 2011: 17.08. - 26.08.
Preise 2011/Person/EUR:
M/V ANTARCTIC DREAM ATD12w
Doppel/innen m. Bad 3.750.--
Doppel/außen m. Bad 4.550.--
Superior 5.100.--
Suite 5.650.--
Einzelzimmer/-Kabinenzuschlag: 70%
Informationen zum Schiff:
Die ANTARCTIC DREAM ist in den 50er Jahren in den Niederlanden gebaut worden und fuhr unter dem Namen ‚Piloto Pardo' viele Jahr für die chilenische Marine in polaren Regionen. 2005 wurde sie nach einem fast kompletten Umbau in den heutigen Namen umgetauft und fährt nun als komfortables Expeditionsschiff in Arktis und Antarktis. Neben einer geschmackvollen Inneneinrichtung im maritimen Stil bietet das Schiff großzügige Decksflächen, einen Speiseraum mit genügend Platz für alle Passagiere, eine Lounge, die auch für Lektorenvorträge genutzt wird, Bar, Bibliothek und Sauna. Das 83m lange Schiff bietet Platz für 84 Passagiere, verteilt auf 4 Decks in 42 Doppelkabinen mit eigener Dusche und WC. Insgesamt sind 4 Suiten, 16 Superiorkabinen, 19 Zweibett Außen- und 3 Zweibett Innenkabinen vorhanden.
Unter der Flagge Panamas hat die Antarctic Dream 18 Besatzungsmitglieder und einen Schiffsarzt an Bord.
Bordsprache: englisch
Expeditionsteam: englisch, teilweise deutschsprachig
Zahlungsmittel: EUR, USD, gängige Kreditkarten
Bekleidung: dem Expeditionscharakter angepasst, sportlich leger und zweckmäßig